Wenn man Ljubljana besucht, kommt man an zwei Dingen nicht vorbei: der Burg und den Drachen.

Den Drachen sind allgegenwärtig. Sie befinden sich im Stadtwappen, in jedem Souvenirgeschäft und natürlich auf der Drachenbrücke.

Die Burg thront hoch über der Stadt und ein Besuch derselben lohnt sich ebenfalls. Der Ausblick vom Turm ist wunderbar, sofern das Wetter mitspielt und in den verschiedenen Gebäuden lernt man einiges über die Geschichte Ljubljanas und Sloweniens.

Und natürlich habe ich das etwas ungewöhliche Vermittlungserlebnis gesucht. Zuviel darf und will ich hier nicht verraten, aber ein bisschen teasern. Auf der Webseite wird ein Escape Room-Erlebnis in der Burg beworben. Es hat aber auch sehr viele Ähnlichkeiten zu einer Mystery Hunt, um die es im letzten Beitrag gegangen ist. Startpunkt ist  bei der Information auf der Burg. Die „Drachenjagd“ kostet 5 Euro pro Person plus 20 Euro Einsatz für die Spielunterlagen. Man braucht kein Extraticket für den Burgbesuch selbst.

Die Damen bei der Information waren sehr nett. Sie haben alles gut erklärt und wir konnten jederzeit mit Fragen zurückkommen. Anhand eines Burgplans suchten wir verschiedene Plätze auf und versuchten die dort gestellten Aufgaben zu lösen. Der  Plan ist sehr gut, trotzdem gibt es ein paar versteckte Winkel, die es zu finden gilt. Wir mussten zweimal zur Information zurück, da wir zwar den gekennzeichneten Ort, aber nicht die Stelle und das Rätsel dazu gefunden hatten. Die Rätsel haben mit der Burg und den Legenden der Stadt zu tun und bilden trotzdem eine eigene Story. Es gibt keine Zeitbeschränkung. Das ist gut, denn es kommt dadurch nicht zu dem Gefühl, gescheitert zu sein und das Spiel endet mit einem positiven Erlebnis. Auch hier waren die Rätsel anspruchsvoll, aber lösbar.

Die letzte Station erinnert wohl am stärksten an einen Escape Room. Die Lösungen der verschiedenen Rätsel helfen, den Raum zu betreten. Auch hier gibt es noch einige Aufgaben zu erfüllen, bevor der Drache befreit ist.

Wir hatten uns die Burg und die Ausstellungen bereits davor angesehen. Durch die „Drachenjagd“ waren wir gezwungen, hier einen neuen Blickwinkel hinzuzufügen. Wir wurden an Orte gelotst, die uns sonst wohl entgangen wären. Und diese Orte haben durch die Rätsel Erweiterungen erlebt.Wir haben – mit einem Zwischenstopp in einem weiteren Ausstellungsteil – eineinhalb Stunden gebraucht. Es sieht so aus, als wäre das die optimale Zeit, die man innerhalb dieser Vermittlungsformate verbringt.

Uns hat es Spass gemacht. Und ja, wir haben den Drachen befreit!

https://www.ljubljanskigrad.si/en/castle-experiences/escape-castle/

Fotos © Renate Pölzl

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